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Storebox bekommt 52 Millionen und will Dienstleister für Gorillas und Co. werden

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  • Logistik-Lager

Storebox bekommt 52 Millionen und will Dienstleister für Gorillas und Co. werden

Das Startup will noch mehr Warenlager in deutsche Innenstädte bringen und die 10-Minuten-Lieferdienste als Kunden gewinnen. Ob sich die Anwohner darüber freuen?

Die drei Storebox-Gründer Ferdinand Dietrich, Johannes Braith und Christoph Sandraschitz (von links)
Die drei Storebox-Gründer Ferdinand Dietrich, Johannes Braith und Christoph Sandraschitz (von links)
Storebox

Nicht selbst einkaufen gehen müssen, sondern alles an die Wohnungstür geliefert bekommen, in zehn Minuten oder weniger: Damit dieses Versprechen funktioniert, brauchen die neuen Blitz-Lieferdienste viele Lagerräume – am besten mitten in den Kiezen, in denen ihre Kundinnen leben. Was für Anwohner ein Ärgernis sein kann, sehen andere als Geschäftsmodell: Das Wiener Startup Storebox, bislang Betreiber von Self-Storage-Lagern, will nach seiner jüngsten Finanzierungsrunde zum Dienstleister für Quick-Commerce-Firmen wie Gorillas oder Flink werden.

52 Millionen hat das Unternehmen in einer Series B eingesammelt und möchte künftig nicht nur Stauraum für persönliche Dinge, sondern auch sogenannte Mikro-Logistik-Hubs vermieten. Diese kleinen innerstädtischen Lagerzentren sollen dann die Lieferdienste anmieten können. Bei dem Wachstum setzt das Startup aus Österreich auf eine Doppelstrategie. Zum einen baut das Startup selbst mehr Flächen zu kleinen Lagerzentren aus, zum anderen ermöglicht es Franchisenehmern, die Stauräume unter der Flagge von Storebox anzubieten.

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Im Rahmen der aktuellen Finanzierungsrunde sind die Investoren Activum SG, Attila Balogh, Kineo Finance, n3K Holding, Senger-Weiss, Wicklow Capital and Wille Finance neu eingestiegen – alles Geldgeber mit Fokus auf die Immobilien- und Logistikbranche. Die Bestandsinvestoren Hansi Hansmann, einer der ersten Business Angels von Runtastic, und APIC Investments stocken ihre Beteiligung ebenfalls auf.

Storebox bringt mehr Lager in deutsche Innenstädte

Bisher ist Storebox an 120 Standorten vertreten, künftig sollen es noch mehr werden.  „Mit dem Investment wollen wir in den nächsten Jahren tausende Standorte in Europa eröffnen“, sagt Storebox-CEO Johannes Braith. Zunächst wollen er und sein Team das bereits bestehende Storebox-Netzwerk im DACH-Raum weiter verdichten, danach soll der Markteintritt in weitere europäische Länder folgen. In Deutschland sollen einige Lager in Städten ab 30.000 Einwohner hinzukommen. Das Unternehmen rechnet damit, seine Umsätze in diesem Jahr auf einen zweistelligen Millionenbetrag zu verdoppeln.

Mit seinem digitalen Ansatz im Lagermanagement will das Wiener Startup jetzt die 10-Minuten-Lieferdienste als Kunden gewinnen. „Die Blitz-Lieferdienste sind eine interessante Entwicklung und unsere Logistik-Hubs eignen sich ideal für deren Konzept der Dezentralisierung“, sagt CEO Braith. Profitabel sind die Lieferdienste bislang jedoch noch nicht, bisher betreiben Gorillas und Co. ein reines Verlustgeschäft. Ist es da sinnvoll, auf Kunden zu setzen, deren Erfolg noch offen ist? Braith sieht das weniger kritisch. Die Lebensmittel-Lieferdienste seien zwar interessante Kunden, aber nicht die einzigen. „Q-Commerce war bereits ein großes Thema in der Logistik, bevor sich das im Lebensmittelbereich etablierte“, sagt er.

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